Dieses Kapitel erläutert die notwendigen Schritte zur Installation von PostGIS.
Zum Kompilieren müssen die Abhängigkeiten im Suchpfad eingetragen sein:
tar -xvzf postgis-3.7.0dev.tar.gz cd postgis-3.7.0dev ./configure make make install
Nachdem PostGIS installiert ist, muss es in jeder Datenbank-Instanz, in der es verwendet werden soll, aktiviert werden.
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Viele Betriebssysteme stellen heute bereits vorkompilierte Pakete für PostgreSQL/PostGIS zur Verfügung. Somit ist eine Kompilation nur notwendig, wenn man die aktuellsten Versionen benötigt oder für die Paketverwaltung zustänig ist. Dieser Abschnitt enthält allgemeine Kompilierungsanweisungen. Wenn Sie für Windows etc. oder ein anderes Betriebssystem kompilieren, können Sie zusätzliche, detailliertere Hilfe unter PostGIS User contributed compile guides und PostGIS Dev Wiki finden. Vorgefertigte Pakete für verschiedene Betriebssysteme sind in PostGIS Vorgefertigte Pakete aufgeführt. Wenn Sie ein Windowsbenutzer sind, können Sie stabile Kompilationen mittels Stackbuilder oder die PostGIS Windows download site erhalten. Es gibt auch very bleeding-edge windows experimental builds, die ein oder zweimal pro Woche, bzw. anlassweise kompiliert werden. Damit können Sie mit im Aufbau befindlichen PostGIS Releases experimentieren. |
Das PostGIS-Modul ist eine Erweiterung für den PostgreSQL-Backend-Server. Als solches benötigt PostGIS 3.7.0dev vollen Zugriff auf die Header des PostgreSQL-Servers, um kompiliert werden zu können. Es kann mit den PostgreSQL-Versionen 14 - 18 kompiliert werden. Frühere Versionen von PostgreSQL werden nicht unterstützt.
Lesen Sie die PostgreSQL-Installationsanleitung, wenn Sie PostgreSQL noch nicht installiert haben. https://www.postgresql.org .
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Um die GEOS Funktionen nutzen zu können, muss bei der Installation von PostgreSQL explizit gegen die Standard C++ Bibliothek gelinkt werden: LDFLAGS=-lstdc++ ./configure [YOUR OPTIONS HERE] Dies dient als Abhilfe für C++ Fehler bei der Interaktion mit älteren Entwicklungswerkzeugen. Falls eigenartige Probleme auftreten (die Verbindung zum Backend bricht unerwartet ab oder ähnliches) versuchen Sie bitte diesen Trick. Dies verlangt natürlich die Kompilation von PostgreSQL von Grund auf. |
Die folgenden Schritte bescheiben die Konfiguration und Kompilation des PostGIS Quellcodes. Sie gelten für Linux Anwender und funktionieren nicht für Windows oder Mac.
Das PostGIS Quellarchiv kann von der Download Webseite https://postgis.net/stuff/postgis-3.7.0dev.tar.gz bezogen werden.
wget https://postgis.net/stuff/postgis-3.7.0dev.tar.gz tar -xvzf postgis-3.7.0dev.tar.gz cd postgis-3.7.0dev
Dadurch wird das Verzeichnis postgis-3.7.0dev im aktuellen Arbeitsverzeichnis erzeugt.
Alternativ kann der Quellcode auch von svn repository http://svn.osgeo.org/postgis/trunk/ bezogen werden.
git clone https://git.osgeo.org/gitea/postgis/postgis.git postgis
cd postgis
sh autogen.sh
Um die Installation fortzusetzen ist in das neu erstellte Verzeichnis postgis-3.7.0dev zu wechseln.
./configure
Zur Kompilation und Anwendung stellt PostGIS die folgenden Systemanforderungen:
Notwendige Systemvoraussetzungen
PostgreSQL 14 - 18. A complete installation of PostgreSQL (including server headers) is required. PostgreSQL is available from https://www.postgresql.org 18 .
Eine vollständige PostgreSQL/PostGIS-Unterstützungsmatrix und PostGIS/GEOS-Unterstützungsmatrix finden Sie unter https://trac.osgeo.org/postgis/wiki/UsersWikiPostgreSQLPostGIS
GNU C Compiler (gcc). Es können auch andere ANSI C Compiler zur PostGIS Kompilation verwendet werden, aber die Kompilation mit gcc macht die geringsten Probleme.
GNU Make (gmake oder make). Für viele Systeme ist GNU make die Standardversion von make. Überprüfe die Version durch make -v. Andere Versionen von make können das PostGIS Makefile nicht richtig ausführen.
Proj Reprojektion Bibliothek. Proj 6.1 oder höher ist erforderlich. Die Proj-Bibliothek wird zur Unterstützung der Koordinatenreprojektion in PostGIS verwendet. Proj steht zum Download zur Verfügung unter https://proj.org/ .
GEOS geometry library, version 3.8.0 or greater, but GEOS 3.14+ is required to take full advantage of all the new functions and features. GEOS is available for download from https://libgeos.org .
LibXML2, Version 2.5.x oder höher. LibXML2 wird derzeit in einigen Importfunktionen (ST_GeomFromGML und ST_GeomFromKML) verwendet. LibXML2 steht unter https://gitlab.gnome.org/GNOME/libxml2/-/releases zum Download bereit.
JSON-C, Version 0.9 oder höher. JSON-C wird zurzeit benutzt um GeoJSON über die Funktion ST_GeomFromGeoJson zu importieren. JSON-C kann unter https://github.com/json-c/json-c/releases/ bezogen werden.
GDAL, Version 3+ sollte bevorzugt werden und ist auch für die Rasterunterstützung erforderlich. https://gdal.org/download.html.
Wenn mit PostgreSQL+JIT kompiliert wird, ist die LLVM-Version >=6 erforderlich https://trac.osgeo.org/postgis/ticket/4125.
Optionale Systemanforderungen
GDAL (pseudo optional) nur wenn Sie kein Rasterunterstützung möchten, können Sie es weglassen. Sorgen Sie außerdem dafür das Treiber, die Sie brauchen wie in Section 3.2, “Konfigurieren der Rasterunterstützung” beschrieben, aktiviert sind.
GTK (benötigt GTK+2.0, 2.8+) um den "shp2pgsql-gui shape file loader" zu kompilieren. http://www.gtk.org/ .
SFCGAL, 1.4.1 or higher is required and 2.1+ is needed to be able to use all functionality. SFCGAL can be used to provide additional 2D and 3D advanced analysis functions to PostGIS cf Chapter 8, Referenz der SFCGAL-Funktionen. And also allow to use SFCGAL rather than GEOS for some 2D functions provided by both backends (like ST_Intersection or ST_Area, for instance). A PostgreSQL configuration variable postgis.backend allow end user to control which backend he want to use if SFCGAL is installed (GEOS by default). Nota: SFCGAL 1.2 require at least CGAL 4.3 and Boost 1.54 (cf: https://sfcgal.org) https://gitlab.com/sfcgal/SFCGAL/.
Um ST_AsMVT verwenden zu können, wird die protobuf-c Bibliothek (für die Anwendung) und der protoc-c Kompiler (für die Kompilation) benötigt. Weiters ist pgk-config erforderlich um die korrekte Minimumversion von protobuf-c zu bestimmen. Siehe protobuf-c.
CUnit (CUnit). Wird für Regressionstest benötigt. http://cunit.sourceforge.net/
DocBook (xsltproc) ist für die Kompilation der Dokumentation notwendig. Docbook steht unter http://www.docbook.org/ zur Verfügung.
DBLatex (dblatex) ist zur Kompilation der Dokumentation im PDF-Format nötig. DBLatex liegt unter http://dblatex.sourceforge.net/ vor.
GraphicsMagick (gm convert) is required to generate the images used in the documentation. If GraphicsMagick is unavailable, ImageMagick (convert or magick convert) provides the same command-line syntax. GraphicsMagick is available from http://www.graphicsmagick.org/ and ImageMagick from https://imagemagick.org/ .
Wie bei den meisten Installationen auf Linux besteht der erste Schritt in der Erstellung eines Makefiles, welches dann zur Kompilation des Quellcodes verwendet wird. Dies wird durch einen Aufruf des Shell Scripts erreicht.
./configure
Ohne zusätzliche Parameter legt dieser Befehl die Komponenten und Bibliotheken fest, welche für die Kompilation des PostGIS Quellcodes auf Ihrem System benötigt werden. Obwohl dies der häufigste Anwendungsfall von ./configure ist, akzeptiert das Skript eine Reihe von Parametern, falls sich die benötigten Bibliotheken und Programme nicht in den Standardverzeichnissen befinden.
Die folgende Liste weist nur die am häufigsten verwendeten Parameter auf. Für eine vollständige Liste benutzen Sie bitte --help oder --help=short .
--with-library-minor-version
Ab PostGIS 3.0 werden die standardmäßig erzeugten Bibliotheksdateien nicht mehr die Nebenversion als Teil des Dateinamens haben. Das bedeutet, dass alle PostGIS 3 Bibliotheken auf postgis-3 enden. Dies wurde gemacht, um pg_upgrade einfacher zu machen, mit dem Nachteil, dass Sie nur eine Version der PostGIS 3 Serie auf Ihrem Server installieren können. Um das alte Verhalten der Datei einschließlich der Nebenversion zu erhalten: z.B. postgis-3.0 fügen Sie diesen Schalter zu Ihrer configure-Anweisung hinzu.
--prefix=PREFIX
Das Verzeichnis, in dem die PostGIS Bibliotheken und SQL-Skripts installiert werden. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis in dem auch PostgreSQL installatiert wurde.
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Dieser Parameter ist zur Zeit defekt; somit kann PostGIS nur in das PostgreSQL Installationsverzeichnis installiert werden. Dieser Bug kann auf http://trac.osgeo.org/postgis/ticket/635 verfolgt werden. |
--with-pgconfig=FILE
PostgreSQL stellt das Dienstprogramm pg_config zur Verfügung um Extensions wie PostGIS die Auffindung des PostgreSQL Installationsverzeichnisses zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-pgconfig=/path/to/pg_config) um eine bestmmte PostgreSQL Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.
--with-gdalconfig=FILE
GDAL, eine erforderliche Bibliothek, welche die Funktionalität zur Rasterunterstützung liefert. gdal-config um Software Installationen die Auffindung des GDAL Installationsverzeichnis zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-gdalconfig=/path/to/gdal-config) um eine bestimmte GDAL Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.
--with-geosconfig=FILE
GEOS, eine erforderliche Geometriebibliothek, stellt geos-config zur Verfügung, um Software Installationen das Auffinden des GEOS Installationsverzeichnisses zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-geosconfig=/path/to/geos-config) um eine bestimmte GEOS Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.
--with-xml2config=FILE
LibXML ist die Bibliothek, die für die Durchführung von GeomFromKML/GML-Prozessen erforderlich ist. Normalerweise wird sie gefunden, wenn Sie libxml installiert haben, aber wenn nicht oder Sie eine bestimmte Version verwenden wollen, müssen Sie PostGIS auf eine bestimmte xml2-config confi-Datei verweisen, damit Softwareinstallationen das LibXML-Installationsverzeichnis finden können. Verwenden Sie diesen Parameter (>--with-xml2config=/path/to/xml2-config), um manuell eine bestimmte LibXML-Installation anzugeben, gegen die PostGIS gebaut werden soll.
--with-projdir=DIR
Proj4 ist eine Bibliothek, die von PostGIS zur Koordinatentransformation benötigt wird. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-projdir=/path/to/projdir) um ein bestimmtes Proj4 Installationsverzeichnis anzugeben, für das PostGIS kompiliert werden soll.
--with-libiconv=DIR
Das Verzeichnis in dem iconv installiert ist.
--with-jsondir=DIR
JSON-C ist eine MIT-lizensierte JSON Bibliothek, die von PostGIS für ST_GeomFromJSON benötigt wird. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-jsondir=/path/to/jsondir), um ein bestimmtes JSON-C Installationsverzeichnis anzugeben, für das PostGIS kompiliert werden soll.
--with-gui
Kompilieren Sie die Datenimport-GUI (benötigt GTK+2.0). Dies erzeugt die graphische Schnittstelle "shp2pgsql-gui" für shp2pgsql.
--without-raster
Ohne Rasterunterstützung kompilieren.
--without-topology
Compile without topology support.
--with-gettext=no
Standardmäßig versucht PostGIS gettext zu detektieren und kompiliert mit gettext Unterstützung. Wenn es allerdings zu Inkompatibilitätsproblemen kommt, die zu einem Zusammenbrechen des Loader führen, so können Sie das mit diesem Befehl zur Gänze deaktivieren. Siehe Ticket http://trac.osgeo.org/postgis/ticket/748 für ein Beispiel wie dieses Problem gelöst werden kann. Sie verpassen nicht viel, wenn Sie dies deaktivieren, da es für die internationale Hilfe zum GUI Loader/Label verwendet wird, welcher nicht dokumentiert und immer noch experimentell ist.
--with-sfcgal=PATH
Ohne diesen Switch wird PostGIS ohne sfcgal Unterstützung installiert. PATH ist ein optionaler Parameter, welcher einen alternativen Pfad zu sfcgal-config angibt.
--without-phony-revision
Deaktivieren Sie die Aktualisierung von postgis_revision.h, um es an den aktuellen HEAD des Git-Repository anzupassen.
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Wenn Sie PostGIS vom Code Repository bezogen haben, müssen Sie zu allererst das Skript ausführen ./autogen.sh Dieses Skript erzeugt das configure Skript, welches seinerseits zur Anpassung der Installation von PostGIS eingesetzt wird. Falls Sie stattdessen PostGIS als Tarball vorliegen haben, dann ist es nicht notwendig ./autogen.sh auszuführen, da configure bereits erzeugt wurde. |
Sobald das Makefile erzeugt wurde, ist der Build-Prozess für PostGIS so einfach wie
make
Die letzte Zeile der Ausgabe sollte "PostGIS was built successfully. Ready to install." enthalten
All the functions have comments generated from the documentation. If you wish to install these comments into your spatial databases later, run the command which requires docbook. The postgis_comments.sql and other package comment files are also packaged in the tar.gz distribution in the doc folder so no need to make comments if installing from the tar ball. Comments are also included as part of the CREATE EXTENSION install.
make comments
The make cheatsheets target generates html cheat sheets suitable for quick reference or for student handouts. This requires xsltproc to build and will generate 4 files in doc folder topology_cheatsheet.html, raster_cheatsheet.html, postgis_cheatsheet.html
Einige bereits Vorgefertigte können von PostGIS / PostgreSQL Study Guides als HTML oder PDF heruntergeladen werden
make cheatsheets
The PostGIS extensions are built and installed automatically when PostgreSQL extension support is available.
Wenn Sie aus dem Quell-Repository kompilieren, müssen Sie zuerst die Beschreibung der Funktionen kompilieren. Diese lassen sich kompilieren, wenn Sie docbook installiert haben. Sie können sie aber auch händisch mit folgender Anweisung kompilieren:
make comments
Sie müssen die Kommentare nicht kompilieren, wenn sie von einem Format "tar" weg kompilieren, da diese in der tar-Datei bereits vorkompilierten sind.
Wenn Sie gegen PostgreSQL 9.1 kompilieren, sollten die Erweiterungen automatisch als Teil des Prozesses "make install" kompilieren. Falls notwendig, können Sie auch vom Ordner mit den Erweiterungen aus kompilieren, oder die Dateien auf einen anderen Server kopieren.
cd extensions cd postgis make clean make export PGUSER=postgres #overwrite psql variables make check #to test before install make install # to test extensions make check RUNTESTFLAGS=--extension
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Die Erweiterungsdateien sind für dieselbe Version von PostGIS immer ident, unabhängig vom Betriebssystem. Somit ist es in Ordnung, die Erweiterungsdateien von einem Betriebssystem auf ein anderes zu kopieren, solange die Binärdateien von PostGIS bereits installiert sind.
Falls Sie die Erweiterungen händisch auf einen anderen Server installieren wollen, müssen sie folgende Dateien aus dem Erweiterungsordner in den Ordner PostgreSQL / share / extension Ihrer PostgreSQL Installation kopieren. Ebenso die benötigten Binärdateien für das reguläre PostGIS, falls sich PostGIS noch nicht auf dem Server befindet.
Dies sind die Kontrolldateien, welche Information wie die Version der zu installierenden Erweiterung anzeigen, wenn diese nicht angegben ist. postgis.control, postgis_topology.control.
Alle Dateien in dem Ordner "/sql" der jeweiligen Erweiterung. Diese müssen in das Verzeichnis "share/extension" von PostgreSQL extensions/postgis/sql/*.sql, extensions/postgis_topology/sql/*.sql kopiert werden
Sobald Sie das getan haben, sollten Sie postgis, postgis_topology als verfügbare Erweiterungen in PgAdmin sehen -> extensions.
Falls Sie psql verwenden, können Sie die installierten Erweiterungen folgendermaßen abfragen:
SELECT name, default_version, installed_version
FROM pg_available_extensions WHERE name LIKE 'postgis%';
name | default_version | installed_version
------------------------------+-----------------+-------------------
postgis | 3.7.0dev | 3.7.0dev
postgis_raster | 3.7.0dev | 3.7.0dev
postgis_sfcgal | 3.7.0dev |
postgis_topology | 3.7.0dev |
(6 rows)
Wenn Sie in der Datenbank, die Sie abfragen, eine Erweiterung installiert haben, dann sehen Sie einen Hinweis in der Spalte installed_version. Wenn Sie keine Datensätze zurückbekommen bedeutet dies, dass Sie überhaupt keine PostGIS Erweiterung auf dem Server installiert haben. PgAdmin III 1.14+ bietet diese Information ebenfalls in der Sparte extensions im Navigationsbaum der Datenbankinstanz an und ermöglicht sogar ein Upgrade oder eine Deinstallation über einen Rechtsklick.
Wenn die Erweiterungen vorhanden sind, können Sie die PostGIS-Extension sowohl mit der erweiterten pgAdmin Oberfläche als auch mittels folgender SQL-Befehle in einer beliebigen Datenbank installieren:
CREATE EXTENSION postgis; CREATE EXTENSION postgis_raster; CREATE EXTENSION postgis_sfcgal; CREATE EXTENSION postgis_topology;
Sie können psql verwenden, um sich die installierten Versionen und die Datenbankschemen in denen sie installiert sind, anzeigen zu lassen.
\connect mygisdb \x \dx postgis*
List of installed extensions -[ RECORD 1 ]------------------------------------------------- Name | postgis Version | 3.7.0dev Schema | public Description | PostGIS geometry, geography, and raster spat.. -[ RECORD 2 ]------------------------------------------------- Name | postgis_raster Version | 3.0.0dev Schema | public Description | PostGIS raster types and functions -[ RECORD 3 ]------------------------------------------------- Name | postgis_topology Version | 3.7.0dev Schema | topology Description | PostGIS topology spatial types and functions
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Extension tables |
Wenn Sie 3.7.0dev ohne unser wunderbares Extension System installiert haben, können Sie auf erweiterungsbasiert wechseln, indem Sie folgende Befehle ausführen, welche die Funktionen in ihre entsprechenden Erweiterungen paketieren.
CREATE EXTENSION postgis FROM unpackaged; CREATE EXTENSION postgis_raster FROM unpackaged; CREATE EXTENSION postgis_topology FROM unpackaged;
Wenn Sie die Kompilation von PostGIS überprüfen wollen:
make check
Obiger Befehl durchläuft mehere Überprüfungen und Regressionstests, indem er die angelegte Bibliothek in einer aktuellen PostgreSQL Datenbank ausführt.
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Falls Sie PostGIS so konfiguriert haben, dass nicht die Standardverzeichnisse für PostgreSQL, GEOS oder Proj4 verwendet werden, kann es sein, dass Sie die Speicherstellen dieser Bibliotheken in der Umgebungsvariablen "LD_LIBRARY_PATH" eintragen müssen. |
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Zurzeit beruht make check auf die Umgebungsvariablen |
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Sandboxed build accounts that are not PostgreSQL superusers can delegate database ownership during the regression cycle by exporting These variables allow automated environments to exercise the full upgrade and extension install paths without promoting the calling account to superuser, provided the target PostgreSQL instance permits extension installation by those delegate roles. |
Wenn make check erfolgreich ist, wird die Ausgabe von fast 500 Tests erzeugt. Die Ergebnisse sehen ähnlich aus wie die folgenden (zahlreiche Zeilen wurden weggelassen):
CUnit - A unit testing framework for C - Version 2.1-3
http://cunit.sourceforge.net/
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Run Summary: Type Total Ran Passed Failed Inactive
suites 44 44 n/a 0 0
tests 300 300 300 0 0
asserts 4215 4215 4215 0 n/a
Elapsed time = 0.229 seconds
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Running tests
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Run tests: 134
Failed: 0
-- if you build with SFCGAL
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Running tests
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Run tests: 13
Failed: 0
-- if you built with raster support
.
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Run Summary: Type Total Ran Passed Failed Inactive
suites 12 12 n/a 0 0
tests 65 65 65 0 0
asserts 45896 45896 45896 0 n/a
.
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Running tests
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Run tests: 101
Failed: 0
-- topology regress
.
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Running tests
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Run tests: 51
Failed: 0
-- if you built --with-gui, you should see this too
CUnit - A unit testing framework for C - Version 2.1-2
http://cunit.sourceforge.net/
.
.
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Run Summary: Type Total Ran Passed Failed Inactive
suites 2 2 n/a 0 0
tests 4 4 4 0 0
asserts 4 4 4 0 n/a
Die Ausgabe sollte folgendermaßen aussehen:
============== dropping database "contrib_regression" ============== DROP DATABASE ============== creating database "contrib_regression" ============== CREATE DATABASE ALTER DATABASE ============== installing fuzzystrmatch ============== CREATE EXTENSION ============== installing postgis ============== CREATE EXTENSION ============== running regression test queries ============== test test-normalize_address ... ok ===================== All 2 tests passed. =====================
Um PostGIS zu installieren geben Sie bitte folgendes ein
make install
Dies kopiert die Installationsdateien von PostGIS in das entsprechende Unterverzeichnis, welches durch den Konfigurationsparameter --prefix bestimmt wird. Insbesondere:
Die Binärdateien vom Loader und Dumper sind unter [prefix]/bin installiert.
Die SQL-Dateien, wie postgis.sql sind unter [prefix]/share/contrib installiert.
Die PostGIS Bibliotheken sind unter [prefix]/lib installiert.
Falls Sie zuvor den Befehl make comments ausgeführt haben, um die Dateien postgis_comments.sql und raster_comments.sql anzulegen, können Sie die SQL-Dateien folgendermaßen installieren:
make comments-install
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Falls Ihre Installation/Upgrade nicht so verläuft wie erwartet, gibt es eine ganze Reihe von Dingen zu überprüfen.
Überprüfen Sie, ob Sie PostgreSQL 14 oder neuer installiert haben und dass die Version des PostgreSQL Quellcodes, gegen den Sie kompilieren, mit der Version der laufenden PostgreSQL Datenbank übereinstimmt. Ein Wirrwarr kann dann entstehen, wenn die Linux Distribution bereits PostgreSQL installiert hat, oder wenn Sie PostgreSQL in einem anderen Zusammenhang installiert und darauf vergessen haben. PostGIS funktioniert nur mit PostgreSQL 14 oder jünger und es kommt zu merkwürdigen, unerwarteten Fehlermeldungen, wenn Sie eine ältere Version verwenden. Um die Version Ihrer laufenden PostgreSQL Datenbank zu überprüfen, können Sie sich mittels psql zur Datenbank verbinden und folgende Anfrage ausführen:
SELECT version();
Falls Sie eine RPM-basierte Distribution am Laufen haben, können Sie nach vorinstallierten Paketen mit dem Befehl rpm suchen: rpm -qa | grep postgresql
Wenn das Upgrade schief geht, stellen Sie bitte sicher, dass PostGIS, in der Datenbank die Sie wiederherstellen wollen, installiert ist.
SELECT postgis_full_version();
Überprüfen Sie bitte auch, ob "configure" den korrekten Speicherort und die korrekte Version von PostgreSQL, sowie der Bibliotheken Proj4 und GEOS gefunden hat.
Die Ausgabe von configure wird verwendet, um die Datei postgis_config.h zu erstellen. Überprüfen Sie bitte, ob die Variablen POSTGIS_PGSQL_VERSION, POSTGIS_PROJ_VERSION und POSTGIS_GEOS_VERSION korrekt gesetzt sind.